Paul Antier

französischer Politiker

* 20. Mai 1905 Puy

† 23. Mai 1996 Antibes

Wirken

Paul Antier wurde am 20. Mai 1905 in Puy (Haute-Loire) als Sohn eines Landwirts geboren, der selbst Deputierter für Haute-Loire im französischen Parlament war. Der junge A., von Beruf auch Landwirt, war von 1933-1947 Bürgermeister von Laussonne und von 1936-1958 Generalrat des Kantons Monastier. Von 1936-1940 vertrat er Puy im französischen Parlament. Dann schloss er sich Charles de Gaulle an und erhielt verschiedene diplomatische Aufträge in Ostasien, Australien und Amerika, bevor er 1943 zum Mitglied des Emigrationsparlaments in Algier ernannt wurde. A. war auch Mitglied der beiden verfassunggebenden Nationalversammlungen (1945-1946) und saß von 1946-1958 als Deputierter für Haute-Loire im französischen Parlament.

In den ersten Nachkriegsjahren begann A. in der französischen Bauernbewegung eine Rolle zu spielen, in der er besonders als Generalsekretär und später als Präsident der Bauernpartei in den Vordergrund kam. Er gab auch das Organ der Bewegung "L'Unité paysanne" heraus. Seit den Wahlen vom 17. Juni 1951 war A. im Parlament der unbestrittene Führer einer Bauernfraktion mit 38 Mitgliedern. Als Staatssekretär für Landwirtschaft gehörte er den Regierungen Henri Queuille (Juni 1950) und René Pleven (Juli 1950-März 1951) an. Als die Sozialisten eine Beteiligung in der Regierung Pleven ...